Barby an der Elbe

Donnerstag, 12. November 2015 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Town hall © Mazbln/cc-by-sa-3.0

Town hall © Mazbln/cc-by-sa-3.0

Barby ist eine Stadt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt. Bis zur Neubildung der Stadt am 1. Januar 2010 aus den Gemeinden der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Elbe-Saale (außer Gnadau) hieß die Stadt Barby (Elbe). Gnadau wurde am 1. September 2010 nach Barby eingemeindet. Barby liegt am linken Ufer der Elbe. Unweit der Stadt mündet die Taube in die Saale und diese in die Elbe. Die Stadt bildet die westliche Grenze des Biosphärenreservats Mittelelbe. Nordwestlich und südöstlich der Stadt liegen aus ehemaligem Kiesabbau entstandene Seen. Das Schloss ließ Herzog Heinrich von Sachsen-Weißenfels 1687–1715 errichten. Es wurde wohl mehrfach baulich verändert und diente zwischen 1855 und den 1920er Jahren als Lehrerseminar. Am 7. März 1917 wurde es durch einen Brand teilweise schwer beschädigt. In den 1950er und 1960er Jahren wurde es als Übergangslager (“Aufnahmeheim für Westzonenflüchtlinge”) genutzt. Es beherbergt heute das Grundbucharchiv von Sachsen-Anhalt.

Bei der St.-Johannis-Kirche handelt es sich ursprünglich um eine Klosterkirche der Franziskaner. Sie wurde als Saalkirche zwischen 1264 und 1271 errichtet. Die in der lokalen Geschichtsschreibung erfolgte Erwähnung einer Brandzerstörung des Klosters in den Jahren zwischen 1370 und 1381 ist weder archivalisch noch bauhistorisch nachweisbar. Das Kloster wurde um 1540 aufgegeben und in ein Gut umgewandelt. Das Geschlecht der Grafen von Barby wählte die St.-Johannis-Kirche zu ihrer Grablege. Noch heute befinden sich in der Kirche bedeutende vom so genannten Weichen Stil der Parler beeinflusste Grabdenkmale. Wesentliche Erneuerungsarbeiten im Inneren der Kirche erfolgten Ende des 19. Jahrhunderts an Kirchengestühl, Kanzel, hergestellt (1886–1887) in der Werkstatt des Holzbildhauers Gustav Kuntzsch, Empore und Orgel, gebaut (1886) von Orgelbaumeister Wilhelm Rühlmann.

Schloßstraße © Dguendel/cc-by-3.0 Saale and Elbe rivers © Franzfoto/cc-by-sa-3.0 © Mazbln/cc-by-sa-3.0 Kunsthof © Dguendel/cc-by-3.0 Barby Palace © ThomasF772412/cc-by-sa-4.0 Town hall © Mazbln/cc-by-sa-3.0
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Saale and Elbe rivers © Franzfoto/cc-by-sa-3.0
Der Bau der Marienkirche (Unserer lieben Frau) wurde vermutlich im frühen 14. Jahrhundert begonnen. Zunächst als einfaches Langhaus im gotischen Stil vollendet wurde sie Ende des 17. Jahrhunderts durch eine Nord- und Südschiff sowie eine Sakristei erweitert. Schon im 16. Jahrhundert (Grundsteinlegung am 15. Mai 1505) wurde der gewaltige Kirchturm erbaut, der nach Einsturz, Wiederaufbau und zahlreichen Veränderungen im 17. Jahrhundert seine heutige Gestalt erhielt. Er ist das Wahrzeichen der Stadt Barby. Das Innere beherrscht der barocke Hochaltar vom Ende des 18. Jahrhunderts sowie der gewaltige, ebenfalls barocke Orgelprospekt, hinter dem eine Rühlmannorgel von 1915 eingebaut ist. Die Orgel wurde 2006 aufwendig restauriert und ist seit dem wieder komplett spielbar. Erwähnenswert sind die zahlreichen Epitaphien aus dem 16. Jahrhundert, ein sechseckiger spätgotischer Taufstein aus der Werkstatt von Hans Bechlein, die geschnitzte Barockkanzel und die ornamentenreiche Kassettendecke.

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