Bad Honnef, das rheinische Nizza

06. April 2011 | Destination: | Rubric: Allgemein |

Bad Honnef seen from Rolandseck © Leit

Bad Honnef seen from Rolandseck © Leit

Bad Honnef ist eine Stadt im Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens, auf der östlichen Rheinseite gegenüber der Stadt Bonn gelegen. Bekannt geworden ist die ehemalige Kurstadt überwiegend durch ihren Ruf als “rheinisches Nizza”. Im Stadtteil Rhöndorf hatte Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, bis zu seinem Tod im Jahr 1967 seinen Wohnsitz.

In den letzten Jahren hat sich die ehemalige Kurstadt zu einer wichtigen Tagungs- und Kongressstadt entwickelt. Bad Honnef ist die Stadt mit der höchsten Kaufkraft in ganz Nordrhein-Westfalen. 2000 wurde im “Feuerschlösschen” die Internationale Fachhochschule Bad Honnef-Bonn eröffnet, deren Schwerpunkt im Touristikbereich liegt. In der Fachhochschule, die seit ihrer Gründung rasant gewachsen ist und 2001 auf das ehemalige St.-Anno-Gelände umzog, werden etwa 1.500 Studenten ausgebildet. Das erweiterte Gelände auf der ehemaligen St.-Anno-Handelsschule war für Bad Honnef das wichtigste Projekt im Rahmen der “Vereinbarung über die Ausgleichsmaßnahmen für die Region Bonn” (deren Grundlage das Berlin/Bonn-Gesetz schuf), die für den Umzug von Teilen der Bundesregierung nach Berlin vorsieht, dass die Region unter anderem zum Standort international tätiger Wissenschaftsinstitutionen ausgebaut werden soll. Eine weitere vom Bund geförderte Maßnahme war die grundlegende Modernisierung der Selhofer Jugendherberge.

Im September 2009 verhinderten die Bad Honnefer Einwohner per Bürgerentscheid die Einrichtung eines Nationalparks Siebengebirge.

Neben den Kirchen in Berg und Tal sind auch noch zahlreiche andere historische Gebäude bis heute erhalten geblieben, überwiegend im Bereich der Stadtmitte und Rhöndorf. Der Ortsteil Rommersdorf besteht mehrheitlich aus Fachwerkhäusern, die zu den ältesten in Bad Honnef zählen. An der Hauptstraße sind prunkvolle Gebäude aus der Zeit um 1900 gelegen.

Villa Schaafhausen © Tohma The former residence of Konrad Adenauer, the first German chancellor © Sir James Siebengebirge © Leit Rhoendorf Vineyard © Schwing Reconstruction of the Löwenburg © Schwing Physics center © Leit Parts of the foundation of Reitersdorf castle © Tohma Löwenburg © Schwing Löwenburg © Schwing Haus im Turm Rhoendorf © Tohma Feuerschloesschen © Tohma Drachenfels mountain © Leit City Hall © Tohma Birds fountain © Bonifatius Stirnbergin Protestant church © Heidas Drachenfels © Leit Bad Honnef seen from Rolandseck © Leit
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The former residence of Konrad Adenauer, the first German chancellor © Sir James
Ein Wahrzeichen der Stadt ist die dreischiffige, kurz nach 1500 errichtete Pfarrkirche St. Johann Baptist am Markt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Kirche St. Martin ist das Wahrzeichen Selhofs. Inmitten einer Hauptstraße in Rhöndorf liegt die 1714 bis 1716 erbaute Kapelle “Maria Heimsuchung”. Ebenfalls in diesem Stadtteil liegt das bedeutendste Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, die Villa Merkens (auch “Haus im Turm”), die früher Sitz des Löwenburger Richters und bis 2004 der Landvolkshochschule des Erzbistums Köln war.

Die ehemaligen Kuranlagen werden heute durch den “Seminaris-Kongresspark” genutzt. Bedeutendes Zeugnis aus der Vergangenheit ist die angrenzende ehemalige “Villa Haarhaus”, die 1902 zum Kurhaus umgebaut wurde und heute zum Kongresspark Bad Honnef gehört.

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war die wirtschaftliche Struktur Bad Honnefs sowohl durch Industriebetriebe als auch durch drei große Marmeladenfabriken geprägt. Letztere gaben nach und nach ihren Betrieb auf. Der Anbau von Wein reduzierte sich bereits Anfang des Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Flächen am Drachenfels. Zu den bedeutendsten Industrieunternehmen der Stadt gehörten im gesamten 20. Jahrhundert August Lepper und Penaten. Der Kurtourismus florierte noch bis in die 1970er-Jahre, verlor aber danach auch aufgrund des Rückgangs der staatlichen Kurförderungen und des Wegfalls des Heilbad-Status immer mehr an Bedeutung. Die Lage an Rhein und Naturpark und Naturschutzgebiet Siebengebirge zieht jedoch nach wie vor einen umfangreichen Tourismus in Bad Honnef nach sich. Die Löwenburg, zu den auch touristisch prominentesten der Berge des Siebengebirges zählend, liegt auf Stadtgebiet von Bad Honnef.

Eine für die Stadt bedeutende Einrichtung ist die Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (V-EZ) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (größte deutsche Entwicklungshilfeorganisation; früher Deutsche Stiftung für Internationale Entwicklung) im “Uhlhof” direkt an der Grenze zu Rheinbreitbach, in der Führungskräfte aus Politik und Wirtschaft für ihren Einsatz in Entwicklungs- und Schwellenländern vorbereitet werden.

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