Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019 in Frankreich: Die Austragungsorte

Samstag, 08. Juni 2019 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Paris, Sport

© 2019 FIFA Women's World Cup

© 2019 FIFA Women’s World Cup

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019 (engl.: FIFA Women’s World Cup 2019) ist die achte Ausspielung des bedeutendsten Turniers für FrauenfußballNationalmannschaften und wird vom 7. Juni bis 7. Juli 2019 in Frankreich ausgetragen. Die 24 Nationalmannschaften spielen zunächst in der Gruppenphase in sechs Gruppen und danach im K.-o.-System gegeneinander antreten. Das Eröffnungsspiel findet in Paris statt, die Halbfinale und das Finale in Lyon. Hier sind die neun Austragungsorte:






Parc des Princes in Paris © Zakarie Faibis/cc-by-sa-4.0

Parc des Princes in Paris © Zakarie Faibis/cc-by-sa-4.0

Parc des Princes in Paris
Der Parc des Princes (deutsch “Prinzenpark”) ist ein Rugby– und Fußballstadion im 16. Arrondissement, das heute überwiegend vom Fußballclub Paris Saint-Germain genutzt wird und bei Ligaspielen Platz für rund 49.000 Zuschauer bietet. Die UEFA stufte die Sportstätte in die Stadionkategorie 4 ein. Seit der Eröffnung des Stade de France im Jahr 1998 hat der Prinzenpark seinen Status als Nationalstadion verloren.




Parc Olympique Lyonnais © AsGunReview/cc-by-sa-4.0

Parc Olympique Lyonnais © AsGunReview/cc-by-sa-4.0

Groupama Stadium in Lyon
Das Groupama Stadium (auch bekannt als Parc OL oder Parc Olympique Lyonnais) ist das drittgrößte Fußballstadion Frankreichs und wurde in Décines-Charpieu, einer Nachbargemeinde der Stadt Lyon, Region Auvergne-Rhône-Alpes, von 2013 bis 2015 errichtet. Die Einweihung erfolgte am 9. Januar 2016. Die Spielstätte ist das einzige vereinseigene Stadion der Ligue 1. Es wird überwiegend vom Fußballverein Olympique Lyon genutzt, der durch seine OL Land auch Eigentümer ist. Sie bietet Plätze für 59.286 Zuschauer. Es ersetzt das Stade Gerland als Heimstätte des OL. Die Spielstätte war einer von zehn Austragungsorten der Fußball-Europameisterschaft 2016 und auch während der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019.




Stade des Alpes in Grenoble © Milky

Stade des Alpes in Grenoble © Milky

Stade des Alpes in Grenoble
Das Stade des Alpes ist ein Rugby- und Fußballstadion im Département Isère. Es grenzt an den Parc Paul Mistral, den Stadtpark von Grenoble, und wurde 2008 eröffnet. Hauptsächlich wird die Arena vom Fußballverein Grenoble Foot 38 genutzt, seit der Saison 2014/15 auch vom Rugbyverein FC Grenoble. In beiden Fällen ersetzte es das Stade Lesdiguières als Spielort. Das Stadion misst in der Länge 191 m bei einer Breite von 144 m. Die Höhe beträgt 22,50 m. Die Tribünen sind vollständig mit Sitzplätzen ausgestattet und mit einem transparenten Dach überspannt. Auf der Südseite der Arena ist eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 1000 m² installiert. Sie liefert pro Jahr 72.000 kWh Strom<. In einer Tiefgarage stehen 440 Parkplätze zur Verfügung, des Weiteren gibt es 160 Fahrradstellplätze.



Stade Océane in Le Havre © LG96/cc-by-sa-3.0

Stade Océane in Le Havre © LG96/cc-by-sa-3.0

Stade Océane in Le Havre
Das Stade Océane ist ein Fußball- und Rugbystadion. Es bietet Platz für 25.178 Zuschauer und dient dem Verein Le Havre AC als Heimstätte. Die Baukosten des Stade Océane von 80 Millionen Euro teilen sich zwischen dem Communauté d’agglomération Havraise (47,5 Mio. €), der Region Haute-Normandie (25 Mio. €), dem Département Seine-Maritime (7 Mio. €) und dem französischen Staat (0,5 Mio. €) auf. Das Stade Océane in Le Havre, der nach Einwohnerzahl betrachtet größten Stadt der Normandie und zugleich Stadt mit dem zweitgrößten französischen Hafen, wurde in den Jahren 2010 bis 2012 zwei Jahre lang gebaut. Am 12. Juli 2012 erfolgte genau zwei Jahre nach Baubeginn die Eröffnung mit einem Freundschaftsspiel zwischen dem künftigen Nutzerverein, dem Fußballklub Le Havre AC, und dem OSC Lille. Das Spiel wurde vom Erstligisten und Meister von 2011 aus Lille mit 2:1 gewonnen.




Stade de la Mosson in Montpellier © Ben.83/cc-by-sa-3.0

Stade de la Mosson in Montpellier © Ben.83/cc-by-sa-3.0

Stade de la Mosson in Montpellier
Das Stade de la Mosson ist ein Fußballstadion im Département Hérault. Es bietet 32.939 Plätze und ist die Spielstätte des Fußballvereins HSC Montpellier. Das Stadion ist Eigentum der Stadt und wurde 1972 eröffnet. Es liegt westlich von Montpellier in der Nähe des Flusses Mosson, der dem Stadion seinen Namen gibt. Im Wesentlichen wird die Sportstätte für Fußball genutzt. Es finden aber auch Rugbyspiele statt. Seit der Fußball-WM 1998 trägt die Arena den offiziellen Namen “Stade de la Mosson-Mondial 98”. Bei den Fans trägt es auch den Spitznamen La marmite du diable deutsch: Der Teufelskessel). Im Sommer 2018 wurde bekannt, dass der HSC Montpellier zusammen mit der Stadt und der Region Okzitanien den Bau eines neuen Stadions plant. Auf einer Pressekonferenz, im Beisein von Bürgermeister Philippe Saurel, nannte Präsident Laurent Nicollin erste Details zu dem Projekt. Der Neubau wird den Namen Stade Louis-Nicollin, nach dem ehemaligen Vereinspräsidenten Louis Nicollin, tragen. Er war von 1974 bis zu seinem Tod 2017 im Amt. Die Spielstätte soll rund 30.000 Plätze erhalten und Teil eines 20.000 m² großen Neubaugebietes im neuen Stadtviertel namens Cambacérès, nach Jean-Jacques Régis de Cambacérès, werden. Neben dem Fußballstadion sind eine Halle für die Handball- und Basketballmannschaften des Vereins, Restaurants, Hotels, Geschäfte und ein Casino geplant. Für das Gesamtprojekt sind Kosten von 200 Millionen Euro, davon 150 Mio. für das Stadion, angesetzt. Die Stadt will mit der Region 50 Mio. Euro in das Stadion investieren. Die weiteren Kosten werden der Verein und dessen Muttergesellschaft, die Groupe Nicollin, übernehmen.




Allianz Riviera in Nice © Mirasol/cc-by-sa-3.0

Allianz Riviera in Nice © Mirasol/cc-by-sa-3.0

Allianz Riviera in Nizza
Das Allianz Riviera ist ein Rugby– und Fußballstadion, das im September 2013 eröffnet wurde. Das Stadion wird überwiegend vom Fußballverein OGC Nizza genutzt. Es sollen zukünftig aber auch Rugbyspiele ausgetragen werden. Dafür lassen sich die Hintertortribünen zurückfahren. Es bietet Plätze für rund 35.000 Zuschauer. Die Spielstätte war außerdem ein Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2016. Zu UEFA– oder FIFA-Turnieren trägt es den werbefreien Namen Stade de Nice.




Stade Auguste-Delaune in Reims © Kevin51delaune/cc-by-sa-3.0

Stade Auguste-Delaune in Reims © Kevin51delaune/cc-by-sa-3.0

Stade Auguste-Delaune in Reims
Das Stade Auguste-Delaune ist ein reines Fußballstadion im Besitz der Stadt Reims, in dem Stade Reims seine Heimspiele austrägt. Es liegt unmittelbar südlich der Vesle und der Autoroute A4 (Ausfahrt Reims-Cathédrale), dabei sehr zentral in der Stadt, an der Chaussée Bocquaine. Das ursprüngliche Stade Auguste-Delaune wurde ab 1931 als kombiniertes Rad- und Fußballstadion (stade vélodrome) erbaut, ab 1934 genutzt und 1935 durch den seinerzeitigen Staatspräsidenten Albert Lebrun offiziell eingeweiht. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 war es Austragungsort des Achtelfinalspiels zwischen den Mannschaften Ungarns und Niederländisch-Indiens. Bis 1945 hieß es Stade Vélodrome Municipal; dann erhielt es den Namen des 1943 von der Gestapo ermordeten Sportlers und Widerstandskämpfers Auguste Delaune. Nachdem das Stadion in den 1980er und 1990er Jahren – parallel zum sportlichen und finanziellen Niedergang des Vereins – mangels Erhaltensinvestitionen immer weiter verfiel und 1999 nur noch für eine Kapazität von rund 7.000 Plätzen zugelassen war, entstand um die Jahrtausendwende die Idee zu einem Neubau, der den Vorgaben der Fußballverbände FFF und UEFA und den veränderten Ansprüchen an den Komfort entsprechen sollte. Nach Komplettabriss der traditionsreichen Spielstätte einschließlich der Radpiste wurden schrittweise die neuen, reinen, vollständig überdachten Sitztribünen, das Spielfeld und die Stadioninfrastruktur errichtet. 2006 wurden die Haupt- und die Nordtribüne fertiggestellt, die beiden anderen Tribünen des auch kurz Delaune II genannten Stadions Anfang Oktober 2008. Das von Architekt Michel Rémon entworfene Stade Auguste-Delaune bietet seither 21.684 Zuschauern Platz. Die einzelnen Tribünen bestehen jeweils aus einem getrennt erschlossenen Ober- und einem Unterrang; da sie zudem relativ steil sind, besteht von allen Plätzen aus sehr gute Sicht auf den Naturrasenplatz. In den Neubau ist der zentrale Fanshop von Stade Reims integriert.




Roazhon Park in Rennes © flickr.com - Stade Rennais Online/cc-by-sa-3.0

Roazhon Park in Rennes © flickr.com – Stade Rennais Online/cc-by-sa-3.0

Roazhon Park in Rennes
Der Roazhon Park (deutsch: Rennes-Park) ist ein Fußballstadion in Rennes, der größten Stadt der Bretagne. Der Fußballclub Stade Rennes trägt hier seine Heimspiele aus. Das Stadion wurde am 15. September 1912 unter dem Namen Stade de la Route de Lorient eingeweiht. Eine Vergrößerung erfolgte 1999 und wurde fünf Jahre später abgeschlossen. Seitdem beträgt die Kapazität 29.778 Sitzplätze. Zur Einweihung des neuen Stadions fand dort am 16. September 2004 das Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Bosnien-Herzegowina (Ergebnis: 1:1) statt. Am 2. Juni 2007 fand dort erstmals auch die ansonsten im Stade Louis-Fonteneau in Nantes gefeierte Keltische Nacht (Nuit celtique) statt. Einen Zuschauerrekord gab es am 20. August 2005 mit 29.490 Gästen bei einem Spiel zwischen Stade Rennes und Olympique Marseille. Zur Saison 2015/16 wurde das Stadion umbenannt.




Stade du Hainaut in Valenciennes © Liondartois/cc-by-sa-4.0

Stade du Hainaut in Valenciennes © Liondartois/cc-by-sa-4.0

Stade du Hainaut in Valenciennes
Das Stade du Hainaut ist ein Fußballstadion Valenciennes im Département Nord. Der Fußballverein FC Valenciennes trägt hier seine Heimspiele aus. Im Jahr 2008 begannen die Bauarbeiten an dem modernen Fußballstadion. Es wird im Stadtviertel Nungesser, südlich von Valenciennes, gebaut. In der Nähe bestehen bereits eine Sporthalle und Tennisplätze und seit Juni 2006 lässt es sich von der Stadt aus per Straßenbahn erreichen. Es hat eine Kapazität von 24.926 Zuschauern bei Fußballspielen gegenüber den 16.547 im alten Stade Nungesser. Bei Konzerten oder anderen Veranstaltungen sind bis zu 40.000 Zuschauer möglich.




Lesen Sie mehr auf FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019 und Wikipedia Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019 (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.


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