Antigua und Barbuda, Land der 365 Strände

Freitag, 9. Dezember 2011 - 13:36 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Antigua - English Harbour and Falmouth Harbour © remote.org / Frederik Ramm

Antigua – English Harbour and Falmouth Harbour © remote.org / Frederik Ramm

Antigua und Barbuda (das frühere Dulcina) ist ein unabhängiger Staat innerhalb des Commonwealth, der aus den Inseln Antigua und Barbuda gebildet wurde. Der Inselstaat liegt zwischen dem Nordatlantik und der Karibik, südöstlich von Puerto Rico. Die Inselgruppe umfasst die Inseln Antigua, Barbuda, Bird Island, Bishop Island, Blake Island, Cinnamon Island, Codrington Island, Crump Island, Dulcina Island, Exchange Island, Five Islands, Great Bird Island, Green Island, Guiana Island, Hale Gate Island, Hawes Island, Henry Island, Johnson Island, Kid Island, Laviscounts Island, Lobster Island, Long Island, Maid Island, Moor Island, Nanny Island, Pelican Island, Prickly Pear Island, Rabbit Island, Rat Island, Red Head Island, Redonda, Sandy Island, Smith Island, The Sisters, Vernon Island, Wicked Will Island und York Island.

Im Jahr 1493 landete Christoph Kolumbus in Antigua. In den folgenden Jahren wurden die auf den Inseln lebenden Indianer von Spaniern zur Sklavenarbeit nach Hispaniola und in andere spanische Kolonien verschleppt. Ein Großteil der Indianer starb innerhalb kurzer Zeit an den Folgen der Arbeit oder an Krankheiten. Nach 1500 versuchten Spanier, Franzosen und Briten abwechselnd, jeder jedoch erfolglos, die Inseln dauerhaft zu besiedeln und in ihren Besitz zu bringen. Piraten nutzten zu dieser Zeit die Inseln als Rückzugsorte.

Über hundert Jahre später gelangte Barbuda (1628) in britischen Besitz. Bemühungen seitens der Regierung zur Besiedlung scheiterten allerdings. Vier Jahre danach wurde Antigua von St. Kitts und Nevis aus durch britische Siedler kolonisiert. Die Siedler bauten dort zunächst Tabak an. Saint John’s wurde als erste dauerhafte europäische Siedlung gegründet. 1663 trafen dort die ersten Siedler aus England ein. Auch auf Barbuda wurde 1666 die erste dauerhafte Siedlung errichtet.

Antigua - English Harbour - The dark three-masted boat is owned by Silvio Berlusconi © Oskarp Antigua and Barbuda in its region © TUBS Antigua - St Johns with Cathedral © Oskarp Antigua - St Johns Harbour with cruising ships © Oskarp Antigua - St Johns Cathedral © UKWiki Antigua - St Johns aerial view © Oskarp Antigua - St John - Newgate Street © UKWiki Antigua and Barbuda map © CIA World Factbook Antigua - English Harbour and Falmouth Harbour © remote.org / Frederik Ramm
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Antigua - English Harbour - The dark three-masted boat is owned by Silvio Berlusconi © Oskarp
Im Jahr 1680 gingen weite Teile von Barbuda in den Besitz der Familie Codrington über, die hier den nach ihnen benannten Ort als Verwaltungszentrum anlegte. Fünf Jahre später wurden auf den Inseln Zuckerrohrplantagen angelegt, welche zum größten Teil von afrikanischen Sklaven bewirtschaftet wurden.

Admiral Horatio Nelson baute 1784 auf Antigua einen britischen Flottenstützpunkt auf. Aufgrund des sturmsicheren Hafens wurde English Harbour zum Hauptquartier der auf den Antillen stationierten Flotte ausgebaut. Die Flottenpräsenz vertrieb die letzten Piraten. Die Sklaverei wurde 1834 abgeschafft, wodurch den Plantagen die wirtschaftliche Basis verloren ging, was eine schwierige Phase des ökonomischen Abschwungs und der Umstrukturierung einleitete. 1860 kam es zur Vereinigung von Antigua und Barbuda; der Name der Kolonie lautete nur Antigua.

Unter der Führung des späteren Premierministers Vere Cornwall Bird formierte sich ab dem Jahr 1940 eine Unabhängigkeitsbewegung. Schon sechs Jahre später erhielten die Inseln ein eigenes Parlament. Antigua und Barbuda erhielten 1956 den Status einer eigenständigen Kolonie. Von 1958 bis 1962 gehörten die Inseln zur Provinz der Westindischen Föderation.

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