Antakya in der Türkei

Freitag, 9. Juli 2021 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Union für das Mittelmeer
Lesedauer:  3 Minuten

© flickr.com - maarten sepp2011/cc-by-sa-2.0

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Antakya (früherer Name Antiochia) ist eine Stadtgemeinde in der südtürkischen Provinz Hatay. In der römischen Antike war Antiochia nach Rom und Alexandria die drittgrößte Stadt der Welt, verlor aber nach schweren Zerstörungen im 6. und im 13. Jahrhundert immer mehr an Bedeutung. Durch seine Lage am Levantischen Meer ist in der Provinz die levantische Küche stärker als die türkische vertreten. 2010 leben etwa 213.000 Einwohner in Antakya. Der Orontes teilt die Stadt in den alten und neuen Bereich, wobei die Altstadt bergaufwärts liegt.

In der Nähe von Antakya lag die bronzezeitliche Stadt Alalach (heute Tell Açana). Alalach war ein wichtiges regionales Handelszentrum, dessen Anfänge bis etwa 3400 v. Chr. datiert werden. Hier kreuzten sich die Handelswege von Aleppo, Mesopotamien und aus Palästina nach Anatolien und zum Mittelmeer. Über den Orontes (Fluss) war die Stadt mit dem Meer verbunden. Der Handel mit Zypern ist schriftlich und archäologisch bezeugt. Eine Quelle des Wohlstands war Elfenbein. Die Gegend um Alalach war in der Bronzezeit für ihre Elefantenherden bekannt.

In Antakya befindet sich ein archäologisches Museum mit einer der bedeutendsten Sammlungen römischer Mosaike. Neben den Moscheen gibt es mehrere christliche Kirchen. Die bekannteste dürfte die St.-Petrus-Grotte sein, die etwas außerhalb an einem Berghang zu finden ist. Sie wurde vom Vatikan zur ältesten Kirche der Christenheit erklärt und soll der Legende nach vom Apostel Petrus eingeweiht worden sein.

Church of St Peter, according to the Vatican, the oldest church of Christianity © Volkan Hatem/cc-by-2.5 Courtyard of the Church of Apostles Peter and Paul © Maarten Sepp/cc-by-sa-4.0 © flickr.com - maarten sepp2011/cc-by-sa-2.0 Habib-i Neccar Cami mosque © Dosseman/cc-by-sa-4.0 Market Square © Ryesiloglu © panoramio.com - Ben Bender/cc-by-sa-3.0
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Church of St Peter, according to the Vatican, the oldest church of Christianity © Volkan Hatem/cc-by-2.5
Südwestlich von Antakya wurden die frühesten Spuren der Besiedelung der Region durch den Menschen entdeckt: Steinwerkzeuge und bearbeitete Schneckengehäuse, die rund 40.000 Jahre alt sind; sie wurden seit Anfang der 1990er Jahre in der Üçağızlı-Höhle geborgen.

Inmitten von zahlreichen Wasserquellen, welche das Trinkwasser für die Stadt liefern, und riesigen Lorbeerbäumen liegt Harbiye, das Erholungsgebiet für viele Antakyaner, etwa fünf Kilometer entfernt. Der Ort war während der Römerzeit ein Villenort und wurde nach der Nymphe Daphne benannt, welche sich, einer Sage nach, hier vor Apollon verstecken wollte und deshalb in einen Lorbeerbaum verwandelt wurde. Auch soll einst Kleopatra an diesem Ort geheiratet haben.

Etwa 30 km westlich liegt das Mittelmeer mit zahlreichen Buchten und Stränden, nahe der Mündung des Orontes etwa sechs Kilometer östlich von Samandağ liegt auf einem Hügel das Kloster des Symeon Stylites des Jüngeren. Zwölf Kilometer südlich liegt beim Ort Kozkalesi die Kreuzritterburg Cursat.

Lesen Sie mehr auf Antakya, Wikivoyage Antakya und Wikipedia Antakya (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes - Wetterbericht von wetter.com - Johns Hopkins University & Medicine - Coronavirus Resource Center - Global Passport Power Rank - Democracy Index - GDP according to IMF, UN, and World Bank - Global Competitiveness Report - Corruption Perceptions Index - Press Freedom Index - World Justice Project - Rule of Law Index - UN Human Development Index - Global Peace Index - Travel & Tourism Competitiveness Index). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.






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