Ankara, Keimzelle der modernen Türkei

Samstag, 19. April 2014 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Union für das Mittelmeer

Turkish Parliament Building © T.C. Büyük Millet Meclisi

Turkish Parliament Building © T.C. Büyük Millet Meclisi

Ankara ist seit 1923 die Hauptstadt der Türkei und der gleichnamigen Provinz Ankara. Die Stadt hat 4,6 Millionen Einwohner und ist damit nach Istanbul die zweitgrößte Stadt des Landes.

Nach dem Untergang des Osmanischen Reichs wurde Ankara durch ein Gesetz vom 13. Oktober 1923 von den Republikanern und Befreiungskmpfern unter Kemal Atatürk wegen seiner Lage in Zentralanatolien und in bewusster Abgrenzung zur osmanischen Hauptstadt Istanbul im Vorfeld der Ausrufung der Republik zur Hauptstadt erklärt. Am 28. März 1930 erhielt die Hauptstadt anstelle der in der lateinischen Schrift bis dahin üblichen neugriechischen Namensform Angora die offizielle Bezeichnung Ankara. Diese Schreibweise war im Osmanisch-Türkischen seit dem 19. Jahrhundert in amtlichem Gebrauch. Der Name hat sich aus griechisch Ankyra über arabisch Anḳira und Anḳuriyya zu türkisch Engüriye, Engürü und schließlich Ankara entwickelt. Im Jahre 2009 wurde die Stadt für ihre herausragenden Bemühungen um die europäische Integration mit dem Europapreis ausgezeichnet.

© Winstonza/cc-by-sa-3.0 Ankara panorama at night © LoudHmen/cc-by-sa-3.0 Armada Mall Ankara © Ankaralı Turgut Anıtkabir, Kemal Atatürks Mausoleum © Bjørn Christian Tørrissen/cc-by-sa-3.0 State Art and Sculpture Museum © Cetorhinus/cc-by-sa-3.0 Turkish Parliament © T.C. Büyük Millet Meclisi
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Anıtkabir, Kemal Atatürks Mausoleum © Bjørn Christian Tørrissen/cc-by-sa-3.0
Die verwinkelten, engen Gassen der Altstadt winden sich um einen steilen, von der Zitadelle gekrönten Felskegel. Südlich der Altstadt und des alten Stadtzentrums Ulus erstreckt sich die moderne Neustadt mit den neuen Zentren Kızılay und Kavaklıdere, deren Kennzeichen breite Boulevards, zahlreiche Regierungsgebäude und Botschaften sowie moderne Wohnviertel sind. Insbesondere im westlichen Teil der Stadt entstehen Neubausiedlungen, um dem wachsenden Bedarf an Wohnfläche zu entsprechen. Trotz dieser Anstrengungen gibt es noch sehr viele Marginalsiedlungen (Gecekondu). Die heutigen Strukturen erhielt Ankara im Wesentlichen durch den deutschen Städtebauer Hermann Jansen, dessen Planungen Ende der 1920er Jahre umgesetzt wurden.

Ankara ist nicht nur das Verwaltungszentrum der Türkei, sondern gilt neben Istanbul und Izmir auch als eines der größten Wirtschaftszentren des Landes. Die Industriebetriebe konzentrieren sich größtenteils im Westen der Stadt.

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