America’s Cup

Samstag, 21. Mai 2011 - 13:53 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Sport

German Sailing Grand Prix 2006 - Team Shosholoza, United Internet Team Germany, BMW Oracle Racing © VollwertBIT

German Sailing Grand Prix 2006 – Team Shosholoza, United Internet Team Germany, BMW Oracle Racing © VollwertBIT

Der internationale America’s Cup – abgekürzt AC – ist die bekannteste und älteste noch heute ausgetragene Segelregatta. Er ist ein Wanderpokal und hat seinen Ursprung in einer Regatta rund um die britische Insel Isle of Wight im Jahre 1851.

Um den America’s Cup treten zwei Segelyachten – Verteidiger und Herausforderer – in mehreren Wettfahrten gegeneinander an. Die Yacht, die eine vorher festgelegte Anzahl von Wettfahrten gewinnt, gewinnt den Cup. Nach den Standardregeln der Stiftungsurkunde bestimmt – grob gesprochen – der Herausforderer den Yachttyp und der Cupverteidiger das Segelrevier. Die Stiftungsurkunde sieht vor, dass Verteidiger und Herausforderer auch abweichende Regeln für den Cup vereinbaren können. So wurde zwischen 1983 und 2007 bis zum Rückzug des Sponsors Louis Vuitton der Herausforderer durch den Louis Vuitton Cup ermittelt. Schon die Teilnahme am Louis Vuitton Cup setzte großes finanzielles Engagement voraus: Die Budgets der High-Tech-Yachten betrugen teilweise über 100 Mio. Dollar. Die Yachten mussten im Land des angemeldeten Teams gebaut werden.

Die Regatta wurde am 23. August 1851 vor der britischen Isle of Wight, zunächst unter dem Namen 100 Sovereign Cup, ausgetragen und von dem US-amerikanischen Schoner America des New York Yacht Club (NYYC) gewonnen. Der etwa 30 Meter (93 Fuß) lange Zweimaster passierte um 20:37 Uhr die Ziellinie vor 15 britischen Teilnehmern des Clubs Royal Yacht Squadron mit 20 Minuten Vorsprung. Die America wurde als Siegerin der ersten Regatta zur Namensgeberin des America’s Cup.

'The Yacht America Winning the International Race' by Fitz Hugh Lane, 1851 Coupe de l'America 2007 - United Internet Team Germany © Jean-Baptiste Daniel Coupe de l'America 2007 - BMW Oracle Racing © Jean-Baptiste Daniel Alinghi Valence 2007 SUI 100 © Gregory Zeier America's Cup 33rd America's Cup - Valencia, Spain © chatani 32nd Americas Cup - USA-17 © Pedro de Arechavaleta Emirates Team New Zealand - Louis Vuitton Cup 2007 © William Wallace German Sailing Grand Prix 2006 - Team Shosholoza, United Internet Team Germany, BMW Oracle Racing © VollwertBIT
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German Sailing Grand Prix 2006 - Team Shosholoza, United Internet Team Germany, BMW Oracle Racing © VollwertBIT
Der Pokal ist eine 67,6 cm hohe Kanne aus 134 Unzen versilbertem Britanniametall (hochlegiertes Zinn). Der Pokal wurde 1848 von Londoner Juwelier R. & G. Garrard für einen damaligen Preis von 100 Sovereigns (105 Pfund Sterling) hergestellt. Lord Anglesey und nicht Königin Victoria stiftete dem Yachtclub Royal Yacht Squadron (RYS) den Pokal und nannte ihn nach dem Kaufpreis One Hundred Sovereigns Cup und nicht wie oft fälschlich zitiert 100 Guineas Cup.

Er trägt den Spitzname bodenlose Kanne (engl. the auld mug), da der Pokal keinen Boden hat. Seit 1958 ist die Kanne aber nicht mehr bodenlos. Man montierte einen 17,8 cm (7 Inch) hohen Sockel darunter, um weitere Gewinner eingravieren zu können. Bis zum erstmaligen Gewinn des Pokals durch die Yacht Australia II im Jahr 1983 war der Pokal in einer Vitrine des New York Yacht Club festgeschraubt, der den AC seit 1870 veranstaltet. Für die Skipper der US-amerikanischen Verteidiger-Yachten (defender) galt die unausgesprochene Maxime, sie müssten bei einem Verlust der bodenlosen Kanne diese durch ihren Kopf ersetzen.

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