AlliiertenMuseum in Berlin

Montag, 12. November 2018 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Berlin, Allgemein, Museen, Ausstellungen

'The day the wall came down' by Veryl Goodnight © Mutter Erde

‘The day the wall came down’ by Veryl Goodnight © Mutter Erde

Das AlliiertenMuseum ist ein Museum in Berlin. Es dokumentiert das Engagement und die Rolle der Westalliierten in Deutschland und West-Berlin in der Zeit von 1945 bis 1994 und deren Beitrag zur Freiheit Berlins. Zu ihnen (auch die “Westmächte” genannt) zählten die Siegermächte USA, Großbritannien und Frankreich, die im Ost-West-Konflikt gegen die Sowjetunion standen. Das Museum wurde 1998 im Beisein von Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet. Das Museum in der Clayallee 135 im Ortsteil Dahlem (Bezirk Steglitz-Zehlendorf) des ehemaligen amerikanischen Sektors ist im früheren US-Soldatenkino Outpost und der ehemaligen Nicholson-Bibliothek untergebracht. Der Eintritt ist kostenlos.

Im ehemaligen US-Soldatenkino befindet sich der erste Teil der Dauerausstellung. Schwerpunktmäßig geht es hier um die Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Luftbrücke 1948/1949. Gezeigt werden unter anderem Landkarten von Berlin mit der geplanten Sektorenaufteilung, Bilder des Einmarsches in Berlin, Uniformen, historische Schilder, erste Berliner Tageszeitungen, Unterlagen zur Entnazifizierung und CARE-Pakete. Breiten Raum nimmt die Darstellung der Luftbrücke ein, über die die Alliierten während der Blockade West-Berlins 1948/1949 die Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Brennstoffen versorgten. Im ehemaligen Soldatenkino finden außerdem regelmäßig Vorträge, Lesungen und Filmvorführungen statt.

© Anagoria/cc-by-3.0 © Anagoria/cc-by-3.0 Berlin Spy Tunnel © Anagoria/cc-by-3.0 Checkpoint Charlie Guardhouse © Anagoria/cc-by-3.0 Hastings TG 503 (Rosinenbomber) © Anagoria/cc-by-3.0 Outpost theater © Christiane dittrich/cc-by-sa-3.0 'The day the wall came down' by Veryl Goodnight © Mutter Erde
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'The day the wall came down' by Veryl Goodnight © Mutter Erde
Das Gebäude der Nicholson-Gedenkbibliothek beherbergt den zweiten Teil der Dauerausstellung. Hier stehen das Alltagsleben in den amerikanischen, britischen und französischen Garnisonen sowie die Situation während des Kalten Kriegs im Vordergrund. Zu einem der beeindruckenden Exponate gehört das restaurierte Segment des bekannten Spionagetunnels, der Anfang der 1950er Jahre vom amerikanischen und britischen Nachrichtendienst zwischen West- und Ost-Berlin gebaut wurde, um die sowjetischen Kommunikationslinien anzuzapfen. Außerdem wird auf den Fall der Mauer, die Beurteilung der politischen Lage durch die westlichen Alliierten und auf den Beitrag der Amerikaner, Briten und Franzosen für die Freiheit Berlins eingegangen. Ebenso werden hier Wechselausstellungen zu thematischen Schwerpunkten mit aktuellem Bezug gezeigt. Im Freigelände werden die größeren Objekte, beispielsweise ein britisches Transportflugzeug vom Typ Handley Page Hastings, der Eisenbahnwaggon eines französischen Militärzugs, das letzte Wachhäuschen vom Kontrollpunkt Checkpoint Charlie sowie ein Grenzkontrollturm der DDR ausgestellt.

In der Nähe des AlliiertenMuseums an der Clayallee erinnert die Skulptur The Day the Wall Came Down der Amerikanerin Veryl Goodnight an das epochale Ereignis des Mauerfalls. Fünf wilde Pferde springen über die Mauerreste, die am Boden liegen. Im November 2015 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages mitgeteilt, dass der Bund 27,1 Millionen Euro für den Umzug des AlliiertenMuseums von Dahlem nach Tempelhof bereitstellt. Dieser Umzug soll bis 2020/2021 bewerkstelligt werden.

Lesen Sie mehr auf AlliiertenMuseum, berlin.de – AlliiertenMuseum und Wikipedia AlliiertenMuseum (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.







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