Alexandria an der Mittelmeerküste

Samstag, 12. September 2015 - 06:41 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Union für das Mittelmeer

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Alexandria (nach Alexander dem Großen) ist, mit über 4,3 Millionen Einwohnern und einer Ausdehnung von 32 Kilometern entlang der Mittelmeerküste, nach Kairo die zweitgrößte Stadt Ägyptens und die insgesamt größte Stadt mit direktem Zugang zum Mittelmeer. Sie besitzt den größten Seehafen des Landes, an dem etwa 80 % des ägyptischen Außenhandels abgewickelt werden. Als bedeutender Industriestandort wird sie über Pipelines mit Erdöl und Erdgas aus Sues versorgt. Zudem ist Alexandria als einzige außereuropäische Stadt Mitglied des Bundes der europäischen Napoleonstädte.

Alexandria wurde 331 v. Chr. von Alexander dem Großen an der Stelle der altägyptischen Siedlung Rhakotis gegründet. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der hellenistischen Welt sowie des römischen und byzantinischen Ägypten. Das antike Alexandria war vor allem für seinen Leuchtturm (Pharos), eines der sieben Weltwunder der Antike, und für seine Große Bibliothek bekannt. Nach der Islamischen Eroberung Ägyptens 641 n. Chr. und mit der Gründung von Kairo verlor sie ihre Bedeutung. Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem vom Hinterland abgeschnittenen Fischerdorf herabgesunken, gelang Alexandria dank dem Bau des Mahmudiakanals und dem Aufblühen des lukrativen ägyptischen Baumwollhandels der Aufstieg zu einem wichtigen internationalen Handelszentrum.

© Kareem Mamduh Ismail/cc-by-sa-3.0 Montaza Palace © Daniel Mayer/cc-by-sa-4.0 San Stefano Grand Plaza © Realman208 Bibliotheca Alexandrina © Roland Unger/cc-by-sa-3.0 © Amr Fayez/cc-by-2.5 Pharos of Alexandria © Emad Victor SHENOUDA Yacht Club in Montaza © Moushira/cc-by-sa-3.0 © flickr.com - David Evers/cc-by-2.0
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Bibliotheca Alexandrina © Roland Unger/cc-by-sa-3.0
Alexandria liegt am westlichen Rand des Nildeltas knapp über dem Meeresspiegel auf einem schmalen Landstreifen entlang der hier von Südwesten nach Nordosten verlaufenden Küste des Mittelmeeres. Hinter dem Landstreifen erstreckt sich der lagunenartige Brackwassersee Mariut, dessen Fläche in den letzten 200 Jahren immer kleiner geworden ist. Ganz durch Landgewinnung in bewässertes Ackerland verwandelt wurde die Fläche der ehemaligen Lagune von Abukir, die sich zwischen dem Mariut-See, der Bucht von Abukir und dem Idku-See. Aus dem Nildelta schlängelt sich der unter den Ptolemäern angelegte Kanal von Alexandria zwischen den Seen hindurch bis nach Alexandria. Er dient der Süßwasserversorgung und der Binnenschifffahrt. Zwischen 1807 und 1820 wurde der Kanal wiederum erneuert und dabei der Abgang aus dem Nil um 20 Kilometer flussabwärts verlegt, sowie bei Alexandria eine neue Verbindung zum Mittelmeer angelegt. Seitdem heißt er Mahmudiakanal.

Die Altstadt al-Medina liegt auf der Landzunge, die sich entlang des um 300 v. Chr. gebauten Damms zur Insel Pharos gebildet hat, und damit nördlich der antiken Stadt. Nach Süden war diese Landzunge durch eine Festungsmauer gesichert. Südlich der Altstadt und der Hafenbecken, also auf dem Gelände des antiken Alexandria auf dem küstenparallelen Landstreifen, gab und gibt es eine (um 1800) von der Fläche her annähernd doppelt so große Vorstadt, die von weiteren Stadtmauern geschützt wurde. Heute hat sich aus dieser Vorstadt ein Siedlungsband von über 15 Kilometer Länge gebildet. Die Stadt liegt im gleichnamigen Gouvernement und bildet ein Verwaltungsgebiet von 2679 km². Die Stadt Rosette (Raschīd) liegt 65 Kilometer östlich, der Suezkanal 240 Kilometer. Die Entfernung nach Kairo beträgt 225 Kilometer.

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