Alanya an der Türkischen Riviera

26. Januar 2018 | Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer |

© kallerna/cc-by-sa-3.0

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Alanya ist ein Badeort der Türkischen Riviera und liegt 135 km östlich von Antalya. Alanya ist Hauptstadt des gleichnamigen Landkreises im Osten der Provinz Antalya. Der Name der Stadt stammt aus dem 13. Jahrhundert, von Ala-iye, Stadt des Ala. Da die Stadt im 13. Jahrhundert als Winterresidenz des seldschukischen Sultans von Rum Alaeddin Kai Kobad I. benutzt wurde, hieß die Stadt nach dem Sultan Alaiye. In lateinischen Quellen heißt die Stadt meist Alaya. Den heutigen Namen Alanya erhielt die Stadt 1933 von Kemal Atatürk.

Der Burgberg besteht aus drei Sektoren, die jeweils durch Mauern umfasst werden. Zum äußeren Sektor gehören wichtige Gebäude aus der seldschukischen Zeit wie die Werft und der Rote Turm (türk. Kızıl Kule). Der Turm ist 33 m hoch und wurde 1224–1228 zum Schutz des Hafens erbaut. Im mittleren Sektor liegen ein Badehaus und die Süleymaniye Moschee. Der dritte Sektor ist die Zitadelle – Iç Kale, der Ursprung der Anlage. Dort befanden sich neben der byzantinischen Kirche der Palast des Sultans, Zisternen und Baracken.

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Selcuk Shipyard © Pan Camel/cc-by-sa-3.0
1948 wurde bei Hafenarbeiten die Damlataş-Höhle entdeckt. Die ersten Untersuchungen leitete ein Bürger Alanyas, Galip Dere. Er hatte aus Deutschland von der heilenden Wirkung der Höhlenluft gehört und ließ in entsprechenden Untersuchungen die heilende Wirkung auf das Atmungssystem bestätigen. Er erhielt die Erlaubnis, den Eingangsbereich zu vergrößern und sandte anschließend Fotos an Zeitungen in der ganzen Türkei. Damit begann die touristische Tradition in Alanya. Im Jahr 2012 empfing Alanya mehr als 50.000 deutsche Urlauber. Im Sommer 2013 erhielten deutsche Fluggesellschaften erstmals Landegenehmigungen für den Flughafen Gazipaşa, der ca. 40 Kilometer von Alanya entfernt liegt.

In Alanya lebt eine große Anzahl deutscher Aussiedler (10.000 im Jahre 2006). Aufgrund der vielen Deutschen wird Alanya von den im Mittelmeerraum lebenden Türken mitunter als “Almanya” (Deutschland) bezeichnet. Als einzige Stadt der Türkei hat Alanya einen Ausländerbeirat aus freiwilligen Mitgliedern verschiedener Nationen. Er kann bei relevanten Themen beratend an Stadtratssitzungen teilnehmen. Ausländer mit Beratungsbedarf können sich an den Beirat wenden. Die Ausländerpolizei in der Nähe des Busbahnhofes (“Otogar”), bei der Aufenthaltserlaubnisse beantragt werden, wenn der Aufenthalt länger als 90 Tage am Stück beträgt, beschäftigt einen Deutsch und Englisch sprechenden Beamten. Eine ebenfalls große Gruppe russischer Emigranten hat im Gegensatz zu den Deutschen eine eigene Schule. Außerdem leben viele Skandinavier in Alanya, vor allem Dänen und auch Niederländer, die sich auf den östlichen Stadtteil Mahmutlar konzentrieren. In Alanya gibt es eine christliche Gemeinde. Sie ist im St.-Nikolaus-Verein verbunden mit der katholischen Gemeinde in Antalya. Über die katholische Bischofskonferenz wird ein Pfarrer nach Antalya entsandt, die ökumenische Gemeinde in Alanya hat über die Evangelische Kirche in Deutschland immer einen Ruhestandspfarrer. Die Gemeinde hat seit 2013 eigene Räumlichkeiten, in denen neben Gottesdienst weitere Aktivitäten stattfinden. Es gibt eine enge ökumenische Zusammenarbeit mit anderen christlichen Kirchen (Norweger, Niederländer).

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