Themenwoche Israel – Akko, die Kreuzfahrerstadt

Mittwoch, 17. Juni 2015 - 22:18 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer

Acre Sea Wall © Almog

Acre Sea Wall © Almog

Akko ist eine alte Hafenstadt im Nordbezirk Israels in Galiläa an der Küste des östlichen Mittelmeers. Die Altstadt liegt auf einer Landzunge am Nordrand der Bucht von Haifa und ist von einer bis zu 150 m starken Festungsanlage umgeben. Auf der Landseite ist die Altstadt von der Neustadt umschlossen. Während die Neustadt eine mehrheitlich jüdische Bevölkerung aufweist, wird die Altstadt fast ausschließlich von israelischen Arabern bewohnt und ist eine der orientalischsten Städte Israels. 2001 wurde die Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Die Stadt, die mehrere Jahrhunderte lang eine wichtige Hafenstadt des östlichen Mittelmeers war, hat inzwischen stark an Bedeutung verloren. Von wirtschaftlicher Bedeutung ist heute die Industrie, vor allem die Eisenverarbeitung. Die Stadt besitzt einen Bahnhof an der Strecke Naharija–Haifa.

Acre Sea Wall © Almog © flickr.com - israeltourism/cc-by-sa-2.0 Port of Acre © Deror avi/cc-by-sa-3.0 Knight's Hall © Ian and Wendy Sewell - ww.ianandwendy.com/cc-by-sa-3.0 The Templar tunnel © Tango7174/cc-by-sa-3.0 © flickr.com - israeltourism/cc-by-sa-2.0
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Knight's Hall © Ian and Wendy Sewell - ww.ianandwendy.com/cc-by-sa-3.0
Im Mittelalter war Akko der einzige Hafen an der Levanteküste, in dem bei jedem Wetter Waren gelöscht werden konnte, weshalb er für die Kreuzfahrer von besonderer strategischer Bedeutung war. Nachdem das Heer des Ersten Kreuzzugs vor der Belagerung von Jerusalem 1099 die gut befestigte Stadt noch umgangen hatte, unternahmen die Könige des durch sie gegründeten Königreichs Jerusalem alsbald Anstrengungen zu deren Eroberung. Nachdem ein erster Versuch König Balduins I. 1103 noch erfolglos geblieben war, gelang ihm nur ein Jahr später nach einer zwanzigtägigen Belagerung die Einnahme der Hafenstadt. Während der Kreuzzüge bestand hier der Sitz des lateinischen Bistums Akko, das 1135 gegründet wurde.

Während der Belagerung Akkos gründeten im Jahr 1190 Kaufleute aus Lübeck und Bremen den Deutschen Orden (Deutschritterorden) als Hospitalgemeinschaft. 1198 erfolgte die Umwandlung in einen Ritterorden, wobei Akko bis zum Verlust der Stadt 1291 Amtssitz des Hochmeisters blieb, der dann nach Venedig verlegt wurde. 1219 stiftete Franz von Assisi das noch heute existierende Franziskaner-Kloster.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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