Themenwoche Jordanien – Jerash

24. März 2017 | Destination: | Allgemein | No Comments »

Map of Jerash © Holger Behr

Map of Jerash © Holger Behr

Gerasa (auch Jerasch, Jarash oder Jerash) liegt im Norden Jordaniens und etwa 40 Kilometer nördlich von Amman. Die antike Stadt Gerasa war Teil der sogenannten Dekapolis. Die moderne Stadt hat etwa 40.000 Einwohner und ist Verwaltungszentrum des Gouvernement Dscharasch. Erste Spuren menschlicher Besiedlung in Gerasa stammen bereits aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. Es sind Bronzezeitliche und Eisenzeitliche Spuren erhalten. Aus diesen Zeiten stammt auch der Name Gerasa. Die bis ins 1. nachchristliche Jahrhundert nur unbedeutende Stadt erlebte unter römischer Herrschaft und unter dem römischen Frieden einen schnellen Aufstieg. Sie wurde Teil der Dekapolis und machte als Handelsstadt zunehmend dem älteren Petra Konkurrenz. Ihre Einwohner gewannen Erz in den nahen Adschlun-Bergen. Ab der Mitte des ersten Jahrhunderts führte dieser Aufschwung zu reger Bautätigkeit und einer reichen, auch heute noch beeindruckenden Fülle von Baudenkmälern. Im 2. Jahrhundert führten die römischen Expansionskriege in Asien zu einem weiteren Bedeutungsgewinn, es entstanden gut ausgebaute Straßen nach Pella, Philadelphia, Dion und zur Provinzhauptstadt Bos(t)ra. In diese Zeit fällt auch der Aufstieg des Christentums und der Bau vieler Kirchen. Gerasa hatte einen eigenen Bischof. mehr…

Downtown Los Angeles

24. März 2017 | Destination: | Allgemein | No Comments »

© flickr.com - BrianLiao/cc-by-2.0

© flickr.com – BrianLiao/cc-by-2.0

Downtown Los Angeles, häufig auch zu Downtown L.A. abgekürzt, ist die Innenstadt von Los Angeles. Sie befindet sich ungefähr im geographischen Mittelpunkt des ausgedehnten Stadtgebietes und liegt fast genau an dem Ort, an dem vor fast 250 Jahren die Gründung der Stadt durch spanische Missionare und Siedler erfolgte. Heute befindet sich dort das politische Zentrum sowohl der Stadt als auch des County Los Angeles. Darüber hinaus ist Downtown L.A. der Sitz zahlreicher kultureller und wirtschaftlicher Institutionen. Wie die meisten Stadtviertel von Los Angeles hat auch Downtown L.A. keine offiziellen Grenzen. Jedoch kann eine ungefähre Einordnung anhand des Los Angeles River im Osten, des Hollywood Freeway im Norden, des Santa Monica Freeway im Süden und des Harbor Freeway im Westen erfolgen. Im Jahre 1876 wurde Südkalifornien von Los Angeles aus zum ersten Mal mit der Eisenbahn an den Rest des gewaltigen Landes angeschlossen. Weitere Eisenbahnlinien kamen schnell hinzu. Für die Anbindung des sich rapide entwickelnden Großraumes Los Angeles entstanden gleich zwei Systeme von Straßenbahnlinien mit Downtown Los Angeles in ihrer Mitte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Netz der privaten und öffentlichen Eisenbahnen, die von Downtown L.A. aus die Stadt und das Umland durchzogen, nur noch von denjenigen in Chicago und New York übertroffen. Doch schon in den 1920er Jahren erwuchs den Eisenbahnen in Gestalt des Automobils eine ernst zu nehmende Konkurrenz, die die Stadt für immer verändern sollte. Noch im Jahr 1939 wurde nördlich der Innenstadt die Union Station, der neue Hauptbahnhof, eröffnet. Doch nur ein Jahr später begrüßten die autobegeisterten Angelenos mit dem Arroyo Seco Parkway die erste von vielen weiteren Stadtautobahnen, die Downtown mit der Nachbarstadt Pasadena verband. mehr…

Themenwoche Jordanien – Irbid

23. März 2017 | Destination: | Allgemein | No Comments »

Jordan University of Science and Technology's Library, the largest library in the Middle East © Fawwaz Dawod/cc-by-sa-3.0

Jordan University of Science and Technology’s Library, the largest library in the Middle East © Fawwaz Dawod/cc-by-sa-3.0

Irbid, in der Antike Arabella genannt, ist mit über 500.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Jordaniens nach Amman und Zarqa. Irbid liegt ca. 85 km nördlich von Amman im Gouvernement Irbid. Von den Orten Pella und Umm Qais ist es etwa gleich weit entfernt (ca. 20 km). Archäologische Funde und Grabanlagen in der Region belegen, dass Irbid seit der Bronzezeit besiedelt war. Heute ist Irbid zu einer betriebsamen Großstadt mit mehreren großen Universitäten und Kollegs gewachsen, hat sich aber in vielen Straßenzügen der Innenstadt den Charme einer nahöstlichen Provinzstadt erhalten. mehr…

Themenwoche Jordanien – Zarqa

22. März 2017 | Destination: | Allgemein | No Comments »

Zarqa River Valley © defenseimagery.mil - Jim Greenhill

Zarqa River Valley © defenseimagery.mil – Jim Greenhill

Die Stadt Zarqa (Die Blaue) liegt im Nahr ez-Zarqa-Becken, nordöstlich von Amman gelegen ist. Sie hat etwa 500.000 Einwohner und ist Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernements Zarqa, in dem 10% aller jordanischen Exporte produziert werden. Russeifa, die zweitgrößte Stadt des Gouvernements und die viertgrößte Stadt des Landes, liegt auf halbem Weg zwischen Zarqa und Amman. Zarqa ist das industrielle Zentrum Jordaniens (50 % der jordanischen Industrie sind in der Stadt angesiedelt). Dies ist vor allem der Nähe der Stadt zur Hauptstadt Amman bei gleichzeitig günstigen Bodenpreisen zu verdanken. mehr…

Porträt: Knut der Große

22. März 2017 | Destination: | Porträt | No Comments »

Winchester Cathedral - Burial chest of Cnut the Great © Ealdgyth

Winchester Cathedral – Burial chest of Cnut the Great © Ealdgyth

Knut der Große war im 11. Jahrhundert Herrscher über ein nordisches Großreich, das England, Dänemark, Norwegen und Südschweden umfasste. Die Herrschaft von Cnut lag in die Hochzeit der Aktivitäten der Wikinger in Nordwest-Europa. Das Nordseereich war damit eines von mehreren Vorläufern der Europäischen Union und der Eurozone. Das Nordseereich zerfiel nach Knuts Tod 1035 wieder in seine ehemaligen Territorien. Knut entstammte der Jelling-Dynastie, die seit dem 10. Jahrhundert die dänischen Herrscher stellte. Er war der zweite Sohn des Königs Sven Gabelbart und vermutlich der Świętosława (in skandinavischen Quellen Gunhild genannt), einer Tochter des polnischen Herzogs Mieszko I. Knut starb 1035 in Shaftesbury und wurde im Alten Münster von Winchester begraben. An dieser Stelle ließ Wilhelm der Eroberer später die Kathedrale von Winchester errichten. Als dänischer und norwegischer König erhob Magnus als Nachfolger Sven Gabelbarts und Knuts des Großen auch Anspruch auf das englische Königtum und soll von Edward dem Bekenner eine Unterwerfungserklärung verlangt haben. Die Drohung, möglicherweise kriegerisch nach England zu fahren, wurde offenbar ernst genommen, denn die Angelsächsische Chronik berichtet davon, dass Edward 1044 vorsorglich eine Flotte bei Sandwich sammelte, um Magnus Widerstand zu leisten. Gleiches tat er mit einem gewaltigen Heer im folgenden Jahr an derselben Stelle. Aber Auseinandersetzungen mit Sven Estridsson zwangen Magnus die Invasionspläne aufzugeben. Auch der spätere norwegische König Harald Hardråde leitete 1066 nach Edwards Tod Anspruch auf die englische Krone aus der Nachfolge von Knut dem Großen her. Nach seinem Einfall in England kam es zur Schlacht bei Fulford und zur Schlacht von Stamford Bridge, wo er schließlich geschlagen und getötet wurde. Auch Sven Estridsson und sein Sohn Knut IV. unternahmen 1069-1070 (gegen York) bzw. 1075 vergebliche Feldzüge gegen England, doch erst mit Knuts Ermordung während der Vorbereitung zu einem erneuten dänisch-norwegischen Feldzug endeten 1085 die dänischen Rückeroberungsversuche endgültig. mehr…

Themenwoche Jordanien – Biosphärenreservat Wadi Mujib

21. März 2017 | Destination: | Allgemein, UNESCO-Welterbe | No Comments »

Canyon of Wadi Mujib © YousefTOmar/cc-by-sa-3.0

Canyon of Wadi Mujib © YousefTOmar/cc-by-sa-3.0

Das Wadi Mudschib ist eine Schlucht im Bergland Jordaniens östlich des Toten Meeres und liegt 90 km südlich von Amman. Sie endet 410 Meter unter dem Meeresspiegel am Toten Meer. Sie wird auch als „Grand Canyon Jordaniens“ bezeichnet und ist das am tiefsten gelegene Naturschutzgebiet der Welt. Seit 2011 ist es UNESCO Biosphärenreservat. Der nächstgelegene größere Ort Dhiban liegt 5 km nördlich. Die „Kaiserstraße“ durchquert das Tal in zahlreichen Windungen. Durch das Wadi Mudschib fließt der biblische Arnon, sofern er nicht oberhalb der Mujib-Talsperre während des Sommers zuweilen trocken fällt. Die heißen Quellen von Hammamat Ma’in liegen nahe der Grenze des Reservats und werden stark für den Tourismus genutzt. Das Wadi wird für Wander- und Trekkingtouren und für Canyoning genutzt. mehr…

Themenwoche Jordanien

20. März 2017 | Destination: | Allgemein, Themenwochen | No Comments »

Petra at night © Susanahajer/cc-by-sa-3.0

Petra at night © Susanahajer/cc-by-sa-3.0

Das haschemitische Königreich Jordanien ist ein Staat in Vorderasien und zählt zu den so genannten Maschrek-Staaten. Die Hauptstadt und mit Abstand größte Stadt ist Amman. Jordanien ist ein Land mit hohem Wüstenanteil und lässt sich von West nach Ost in drei Großlandschaften gliedern: Der von Norden nach Süden verlaufende Jordangraben erreicht am Toten Meer den tiefsten trockenen Punkt der Erdoberfläche (425 m unter dem Meeresspiegel). Der Große Afrikanische Grabenbruch setzt sich südlich über den Golf von Aqaba ins Rote Meer fort. Das ostjordanische Bergland steigt in einer schroffen, zerklüfteten Steilwand über dem Jordangraben auf. Dieses Faltengebirge erreicht im Dschabal Ram 1754 m (zweithöchster Berg des Landes nach dem Jabal Umm ad Dāmī bei Aqaba) und gliedert sich durch mehrere Hochebenen. Den nördlichen Teil bildet das Gilead-Gebirge, auf dessen Hochflächen die Städte Amman, Zarqa und Irbid liegen. Die im Osten an das Bergland anschließenden Wüstentafelländer nehmen etwa zwei Drittel Jordaniens ein. mehr…

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