Das Hotel Imperial in Wien

August 24th, 2011 | Allgemein |

Hotel Imperial 1880 - Zeffiro Ciuffoletti: Das Reich der Habsburger 1848-1918 - Photographien aus der österreichisch-ungarischen Monarchie

Hotel Imperial 1880 - Zeffiro Ciuffoletti: Das Reich der Habsburger 1848-1918 - Photographien aus der österreichisch-ungarischen Monarchie

Das Wiener Hotel Imperial ist eines der markantesten Gebäude an der Ringstraße. Es befindet sich am Kärntner Ring 16 im 1. Wiener Gemeindebezirk. Es gehört zur Luxury Collection der Starwood Hotels & Resorts Worldwide.

Als Palais an der Wiener Ringstraße wurde es in den Jahren 1862 bis 1865 nach den Plänen des Architekten Arnold Zenetti unter der Leitung des Baumeisters Heinrich Adam im Stile der italienischen Neo-Renaissance für Herzog Philipp von Württemberg, erbaut. In den Innenräumen sind einzelne Architekturteile mit Stein verkleidet: bei den Pfeilern der großen Halle ist es Carraramarmor, die Pilaster im Festsaal haben Auflagen des gelben Marmors Giallo di Siena, Wandflächen und Säulen aus Kunstmarmor. In der Feststiege bestehen Wandflächen, Balustraden, die großen Säulen aus Kunstmarmor, die Stiegenstufen sind aus Kaiserstein, dem harten lichtgelben Algenkalk aus Kaisersteinbruch. Auf dem Podest der Stiege steht die Plastik “Donauweibchen” von Hans Gasser. Der heutige Eingangsbereich war ursprünglich die Zufahrt für Kutschen in den offenen Innenhof. Im heutigen großen Saal befanden sich die Pferdestallungen.

Der Herzog bewohnte das Palais mit seiner Gemahlin, der geborenen Erzherzogin Marie Therese von Österreich, seit 1866, verkaufte es aber bereits 1871 an den Bankier Horace von Landau. Möglicherweise war es für den Herzog als Wohnsitz uninteressant geworden, nachdem der neu gebaute Wiener Musikverein die freie Sicht auf den Wienfluss genommen hatte und eine Straße den Zugang zum Park verbaute. Aber auch die Herzogin fühlte sich im Palais nie wohl.
 

Vermutlich war das Palais von einer Investorengruppe erworben worden, denn der Baumeister Wilhelm Gross gestaltete es zum Hotel um. Am 28. April 1873 wurde das neue Hotel zur Wiener Weltausstellung 1873 in Anwesenheit des Kaisers Franz Joseph und der Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet. Im Jahr 1928 wurden die beiden Obergeschosse aufgesetzt.

Das Hotel zählt seit seiner Eröffnung zu den luxuriösesten Häusern der Stadt Wien. Als Gäste zählen viele Staatsoberhäupter und andere Persönlichkeiten. Die bekanntesten waren John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow bei ihrem Gipfeltreffen 1961 in Wien. Das Gästebuch mit prominenten Unterschriften wird heute unter einer Glasglocke präsentiert.

Im Erdgeschoß des Hotels befindet sich das Café Imperial, ein traditionsreiches, luxuriöses Lokal, das von jeher prominente Gäste anzog und mit Bildern Moritz von Schwinds ausgestattet ist. Eine Spezialität des Hauses ist die Imperial-Torte, die nach einem Geheimrezept aus natürlichen Zutaten (Marzipan, Milchschokolade) hergestellt wird. Die Torte ist gekühlt mindestens acht Wochen lang haltbar und wird in Holzschachteln überallhin auf der Welt versandt.


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Wiener Ringstraße

Mai 30th, 2011 | Wohnen, Arbeiten, Bauen | 4 Comments »

Vienna Burgtheater (Theatre) © Peter Gerstbach

Vienna Burgtheater (Theatre) © Peter Gerstbach

Geschichte
Die Ringstraße zählt zu den größten städtebaulichen Leistungen des 19. Jahrhunderts. An ihrem Beginn stand ein Erlass von Kaiser Franz Joseph I. vom Dezember 1857. Darin wurde das Fallen der Befestigungsanlagen und die Verbauung des Glacis angekündigt. Mit der Errichtung einer Prachtstraße sollte die Vereinigung der heutigen Inneren Stadt mit den 1850 eingemeindeten Vorstädten vollzogen werden. Prunkbauten auf dem frei gemachten Gelände sollten die neue Straße schmücken. Bereits im März 1858 wurde mit dem Abbruch der Basteien begonnen. So fielen mit den Mauern auch die beliebten Spazierwege auf der Bastei. Das wichtige Luftreservoir des mit Bäumen und Wiesen bewachsenen Glacis ging verloren.

Aus dem städtebaulichen Wettbewerb gingen die Architekten Ludwig Förster, August Siccard von Siccardsburg und Eduard van der Nüll als Sieger hervor. Am 1. Mai 1865 erfolgte die feierliche Eröffnung der Ringstraße durch den Kaiser. Mit einer Breite von 57 Metern und einer Länge von über vier Kilometern gehört der Ring heute zu den größten und schönsten Prunkstraßen der Welt.

Gestaltung
Die Ringstraße wurde bewusst nach Landschaftsprinzipien gestaltet: Zwischen der Straße und den Monumentalbauten wurde auf beiden Seiten je zwei bis drei Baumreihen – Platanen und so genannte Götterbäume – gepflanzt. Dazwischen befand sich eine Geh- und Reitallee. Die Götterbäume hielten jedoch den klimatischen Bedingungen nicht stand und mussten mehrfach nachgepflanzt werden.

Der heutige Baumbestand setzt sich hauptsächlich aus Linden, Ahorn und Platanen zusammen. Die Ringstraße hat lange Grünstreifen, in denen die Baumreihen stehen. Die Bereiche von Haltestellen und Kreuzungen wurden allerdings mit Baumscheiben ausgestattet. Die Bäume selbst litten unter der zunehmenden Versiegelung der Straßenflächen, der Salzstreuung im Winter, dem Hundekot und dem ständig sinkenden Grundwasserspiegel. 1987 bis 1991 und 2005 wurden daher Generalsanierungen durchgeführt. Die brachten bereits im ersten Jahr feststellbare Erfolge: Die Bäume blieben bis zum Herbst grün, der Laubfall setzte später ein.
Austrian Parliament © Gryffindor

Austrian Parliament © Gryffindor


Neben zahlreichen weiteren architektonischen Meisterleistungen finden sich hier

  • K.u.K. Hofoper von August Sicard von Sicardsburg and Eduard van der Nüll,
  • Akademie der bildenden Künste,
  • Justizpalast,
  • Rathaus von Friedrich Schmidt,
  • K.u.K. Hofburgtheater von Karl Freiherr von Hasenauer,
  • Universität,
  • Votivkirche von Heinrich Freiherr von Ferstel,
  • Börse,
  • Ringturm,
  • Urania,
  • Regierungsgebäude von Ludwig Baumann,
  • Postsparkasse von Otto Wagner,
  • Museum für Angewandte Kunst von Heinrich Freiherr von Ferstel,
  • Palais Württemberg (heute Hotel Imperial),
  • Ringstraßengalerien und
  • Palais Schey von Koromla.

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