La Défense ist ein modernes Hochhausviertel westlich von Paris im Département Hauts-de-Seine und gilt als Europas größte Bürostadt. Administrativ gesehen teilen sich die Städte Courbevoie, Nanterre und Puteaux das 160 Hektar große Gebiet.
Das mit einer 1,2 km langen und 250 m breiten Fußgängerzone durchzogene Viertel, dessen Planung 1955 begann, ist Sitz vieler Banken und Versicherungen. Beeindruckende Gebäude sind die Türme Areva, Manhattan, Tour Gan und Total Fina Elf sowie die CNIT genannte ehemalige Messehalle, die heute teilweise als Hotel, teilweise als Geschäfts- und Kongresszentrum dient. Bekanntestes Gebäude des Viertels ist jedoch die Grande Arche, eine moderne Variante des Triumphbogens. Die Sichtachse zwischen Grande Arche und dem Turm der Kirche Saint-Germain l’Auxerrois östlich des Louvre bilden die Axe historique.
Insgesamt befinden sich in La Défense drei Millionen Quadratmeter Bürofläche und 25.000 unterirdische Parkplätze für 150.000 Beschäftigte sowie 600.000 m² Wohnraum. In den etwas mehr als 10.000 Appartements leben 20.000 Menschen, und es stehen 2600 Hotelzimmer zur Verfügung. Unter den 1600 hier ansässigen Unternehmen sind 14 der 20 größten französischen Unternehmen und 13 der 50 weltweit größten Konzerne vertreten.
Der Name des Viertels leitet sich ab von dem Denkmal La Défense de Paris, welches zu Ehren der Soldaten aufgestellt wurde, die die Stadt während des französisch-deutschen Krieges von 1870 verteidigten (frz. défendre). Die bronzene Skulptur von Louis-Ernest Barrias wurde 1883 in der Mitte eines Kreisverkehrsplatzes in Courbevoie eingeweiht. Sie wurde während der ersten Bauphase des Défense-Viertels entfernt und später auf der Betonplatte exakt an ihrem ursprünglichen Standort wieder aufgestellt.
Als Auswirkung der Finanzkrise ist angesichts einer Miethöhe von 600 bis 700 €/m² jährlich seit 2008 eine verstärkte Abwanderung von in La Défense ansässigen Unternehmen in andere Vororte von Paris spürbar, wo die Flächenpreise für vergleichbare Büros Anfang 2009 bei nur 300 bis 400 Euro/m² jährlich lagen.
Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet. Dieses Abkommen über die deutsch-französische Zusammenarbeit hat die beiden Nachbarn in Europa nach langer “Erbfeindschaft” und verlustreichen Kriegen seitdem immer mehr zusammengeführt. Der Vertrag verpflichtet beide Regierungen zu Konsultationen in allen wichtigen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik. Ebenso wurden Treffen auf Regierungsebene in regelmäßigen Abständen beschlossen.
Der Vertrag trat nach Unterzeichnung am 2. Juli 1963 in Kraft. Ihm folgte am 5. Juli 1963 das Gründungsabkommen für das Deutsch-Französische Jugendwerk. In der Folgezeit entstanden zahlreiche Städtepartnerschaften sowie Partnerschaften zwischen Schulen und Vereinen.
1988 setzten Bundeskanzler Helmut Kohl und der französische Staatspräsident François Mitterrand in Ergänzung des Vertrages Räte für die Abstimmung von Verteidigungsinteressen (Deutsch-französischer Verteidigungs- und Sicherheitsrat) und der Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik ein. Seit 2001 finden darüber hinaus infolge des “Blaesheim-Abkommens” die Treffen zwischen beiden Regierungschefs auf 6- bis 8-wöchentlicher Basis statt.
Um den 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags zu feiern, haben Frankreich und Deutschland ein Deutsch-Französisches Jahr ausgerufen. In dessen Rahmen finden von September 2012 bis Juli 2013 zahlreiche Veranstaltungen auf offizieller und zivilgesellschaftlicher Ebene statt.