Das Benediktinerkloster Stift Melk liegt in Niederösterreich bei der Stadt Melk am rechten Ufer der Donau. Der heutige Bau wurde in den Jahren 1702–1746 von Jakob Prandtauer errichtet. Als Wahrzeichen der Wachau gehört es zum UNESCO-Welterbe. Es wurde als “sinnbildlichstes und dominantestes Barockgebäude” beschrieben. Weiters beherbergt es das Stiftsgymnasium Melk, die älteste noch bestehende Schule Österreichs.
Das Stift ist die größte Klosteranlage des österreichischen Barocks. Allein der Südflügel mit seinem prächtigen Marmorsaal ist über 240 Meter lang, die Länge der Hauptachse beträgt insgesamt 320 Meter.
Üblicherweise betreten Besucher von Osten her den Bau. Das 1718 fertiggestellte Portal wird von zwei Basteien flankiert. Die südliche Bastei ist eine Wehranlage von 1650. Aus Symmetriegründen ließ der Baumeister, Jakob Prandtauer, beim Neubau eine zweite Bastei an der rechten Seite des Portals errichten. Zwei Statuen, der heilige Leopold und der heilige Koloman, die 1716 vom Wiener Hofbildhauer Lorenzo Mattielli entworfen wurden, stehen beiderseits vor der Toreinfahrt. Die Engel, die den Dachgiebel des Portals krönen, stammen ebenfalls von Matielli.
Gegenüber dem Portal befindet sich der Eingang zu einem weiteren Abschnitt der Anlage, der das Stiftsrestaurant und eine barock gestaltete Garten- und Parkanlage beinhaltet.
Die Melker Bibliothek ist auf zwei Haupträume aufgeteilt, die mit 1731-1732 gemalten Deckenfresken von Paul Troger ausgestattet sind. Das Fresko im größeren der beiden Räume stellt einen geistlichen Gegenpol zum Deckenfresko im Marmorsaal her. Es zeigt eine Allegorie des Glaubens, eine Frau, die das Buch mit sieben Siegeln, das Lamm der Apokalypse und einen Schild mit der Geisttaube hält, umgeben von Engelsfiguren und allegorischen Verkörperungen der vier Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Starkmut und Mäßigung. Die Architekturmalerei stammt wiederum von Gaetano Fanti. Dunkles Holz mit Intarsienarbeiten und die darauf abgestimmte einheitlich goldbraune Farbgebung der Buchrücken bestimmen das eindrucksvolle, harmonische Raumerlebnis.
Die Wiener Staatsoper, das “Erste Haus am Ring“, ist das wichtigste Opernhaus Wiens und eines der bekanntesten der Welt. Sie wurde am 25. Mai 1869 mit einer Premiere von Don Giovanni von Mozart eröffnet. Aus den Mitgliedern des Staatsopernorchesters rekrutieren sich auch die Wiener Philharmoniker. Als kulturelle Institution ist die Wiener Staatsoper die Nachfolgerin der Wiener Hofoper, die von den Habsburgern gegründet und gefördert wurde.
Schon die Hofoper war ein führendes europäisches Haus und erlebte viele Uraufführungen. Kaiser Leopold I. (1640-1705) war ein leidenschaftlicher Musiker und auch ein begabter Komponist mit 230 Werken. Zum kaiserlichen Hofkapellmeister ernannte er erstmals einen Nicht-Italiener, nämlich Johann Heinrich Schmelzer. Zu den Glanzlichtern der Wiener Operngeschichte des Barock zählte die Uraufführung der Oper “Don Chiscotte” von Francesco Bartolomeo Conti im frühen 18. Jahrhundert.
Das Gebäude wurde als erstes aus dem Wiener Stadterweiterungsfonds bestrittenes Monumentalgebäude der Ringstraße im Jahr 1860 ausgeschrieben. An dem Architektenwettbewerb beteiligten sich zahlreiche renommierte Personen, unter anderem auch der in Deutschland mit Kulturbauten erfolgreiche Alfred Messel. Bereits Ende 1861 begann der Bau nach Plänen der Architekten August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll im Stil der Neorenaissance, der insgesamt acht Jahre dauern sollte.
Das Gebäude wurde jedoch von der Öffentlichkeit nicht sehr geschätzt. Einerseits konnte es gegenüber dem riesigen Heinrichshof, einem privaten Zinshaus, seine monumentale Wirkung nicht richtig entfalten. Andererseits wurde, nachdem das Ringstraßenniveau vor der Oper nach Baubeginn um einen Meter gehoben wurde, diese als “versunkene Kiste” und – in Analogie zum militärischen Desaster von 1866 – “Königgrätz der Baukunst” heftig kritisiert und trieb schließlich van der Nüll in den Freitod. Knappe 10 Wochen später erlag Sicardsburg einem Herzinfarkt; somit erlebte keiner der beiden Architekten die Fertigstellung.
Die Riegersburg ist eine Burg im gleichnamigen Ort Riegersburg im Bezirk Feldbach in der Steiermark. 1571 gelangte die Burgherrschaft von den Reichenburgern an Erasmus von Stadl, der das Hochschloss im Stil der Spätrenaissance wesentlich umgestaltete. 1618 kam die Herrschaft durch Kauf an Georg Christoph von Ursenbeck. Unter den Ursenbeck fand z. B. das 20-tägige Saufgelage statt, an welches eine Fenstergravur im Rittersaal erinnert. 1637 fiel die Burgherrschaft nach Gerichtsprozess an Freiherrn Seyfried von Wechsler, 1638 durch Erbschaft an dessen Onkel Sigmund, 1648 durch Erbschaft an Sigmunds Nichte Elisabeth Katharina Wechsler, verehelichte Freifrau von Galler. Wegen der ständigen Bedrohung der Oststeiermark durch die Türken ließ sie unter großen Kosten die Befestigungen ausbauen und machte die Burg zur “stärksten Feste der Christenheit” (laut Feldmarschall Raimondo Montecuccoli).
In einer öffentlichen Versteigerung 1822 kaufte der Fürst Johann von Liechtenstein die Burg, die seither im Besitz der Familie Liechtenstein blieb und nach den Zerstörungen des Jahres 1945 vor dem drohenden Verfall rettete. Zurzeit sind Annemarie Liechtenstein mit ihren Söhnen Emanuel und Ulrich um die Erhaltung der Burg bemüht. Die Burg zählt heute zu den bekanntesten Touristenattraktionen der Steiermark mit wechselnden Themenausstellungen (z. B. Hexenverfolgung).
Über einen steilen Aufstieg in unmittelbarer Nähe zur Riegersburger Pfarrkirche passiert man das Steinkellertor, wenig später das Cilli- oder Burgertor. Über ein schmal eingefasstes Wegstück erreicht man die mittelalterliche Pferdeschwemme, kurz darauf das mächtige Annentor und nach einem Aufstieg das Lichteneckertor. Die ersten vier Burgtore werden dem Baumeister Bartholomäus Ebner zugeschrieben und entstanden zwischen 1678 und 1690. Durch das frei stehende Pyramidentor gelangt man über einen langen gepflasterten Weg auf das Hochplateau mit seinen Weinbergen. Um die sogenannte Vorburg, die das ehemalige Zeughaus und Provianthaus beherbergt, ist der äußere Burggraben gezogen. Über eine Holzbrücke betritt man das Wenzeltor mit seinem reich verziertem Portal. In den Nischen seitlich des Tores stehen Stauen der römischen Gottheiten Mars und Minerva. Bekannt ist auch der “Eselssteig”, ein schräg über den Felsen laufender Aufgang, der in die Vorburg mündet.
Das Hochschloss der Burganlage trägt den Namen Kronegg. Dabei handelt es sich um einen 2 oder 3 geschossigen Baukomplex, der um zwei längliche Innenhöfe angelegt ist. Der vorherrschende Baustil ist der des Spätbarock und der Spätrenaissance. Über eine Brücke, die über den zweiten Burggraben gespannt ist und ein Portal gelangt man in den ersten Hof der Hochburg, welcher mit Pfeiler- und Säulenarkaden geschmückt ist. Durch ein weiteres Portal, verziert mit einem Wechslerwappen, betritt man den sogenannten Brunnenhof, der nach dem 1640 geschaffenen und mit einer schmiedeeisernen Laube verzierten Brunnen benannt ist.