China plant die größte Stadt der Welt mit mehr als 42 Millionen Einwohnern

Januar 29th, 2011 | Umwelt, Wohnen, Arbeiten, Bauen | 10 Comments »

© telegraph.co.uk

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China plant die größte Stadt der Welt zu schaffen, indem neun bereits existierende Städte zusammen gelegt werden. Insgesamt wird die Stadt die Fläche von Wales umfassen und voraussichtlich 42 Millionen Einwohner haben.

Stadtplaner aus Südchina haben den ehrgeizigen Plan zur Verschmelzung der neun Städte vorgelegt, die am Pearl River Delta gelegen sind.

Das “Zusammenschluß das The Pearl River Delta”-Vorhaben erschafft eine 16.000 Quadratmeilen (rund 42.000 Quadratkilometer) großes Stadtgebiet, dass geographisch 26 mal größer als der Großraum London ist oder zweimal die Größe von Wales erreichen wird.

Die neue Mega-City umfaßt einen großen Teil des chinesischen Industrie- und Produktionskernlandes, das sich von Guangzhou nach Shenzhen und Foshan, einschließlich Dongguan, Zhongshan, Zhuhai, Jiangmen, Huizhou und Zhaoqing, erstreckt. Zusammen erwirtschaften diese Städte fast ein Zehntel der gesamten chinesischen Wirtschaftsleistung.

© tboothhk

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In den nächsten sechs Jahren werden rund 150 große Infrastrukturprojekte die Verkehrs-, Energie-, Wasser-und Telekommunikationsnetze der neun Städte miteinander verbinden, bei einem Kostenaufwand von rund 2 Billionen Yuan (220 Millarden Euro). Eine Hochgeschwindigkeitsbahnverbindung wird die Region mit dem nahe gelegenen Hongkong verbinden.

“Die Idee ist, dass, nachdem die Städte integriert wurden, die Bewohner frei reisen, die Gesundheitsversorgung und andere Einrichtungen in den verschiedenen Bereichen in Anspruch nehmen können”, sagte Ma Xiangming, der Chefplaner des Guangdong Rural and Urban Planning Institute und Senior Consultant bei dem Vorhaben.

Lesen Sie den ganzen Artikel auf The Telegraph (englisch).

The World sinkt: Dubais Inseln versinken im Meer

Januar 26th, 2011 | Umwelt | 9 Comments »

© Expedition 22 / NASA

© Expedition 22 / NASA

Die Inseln wurden als ultimative Luxusbesitzungen konzipiert, selbst für Dubais Verhältnisse.

Nach Angaben der Aufsichtsbehörden liegen Beweise vor, wonach The World, das ehrgeizig konstruierte Archipel von Inseln, die wie die Länder der Erde geformt sind, im Meer versinkt.

Es war vorgesehen die Inseln mit maßgeschneiderten Hotelkomplexen und einzigartigen Luxusvillen zu entwickelt, zu bebauen und an vermögende Kunden zu verkaufen. Sie liegen vor der Küste von Dubai und sind per Yacht oder Motorboot erreichbar.

“Derzeit erodiert der Sand der Inseln und die schiffbaren Kanäle, die zur Versorgung der Inseln vorgesehen sind, versanden.” erklärt ein britischer Anwalt gegenüber Richtern. Der Anwalt klagt im Auftrag eines Unternehmens gegen den staatlichen Projektentwickler Nakheel.

“Die Inseln versinken nach und nach im Meer”, sagte Richard Wilmot-Smith, QC, von Penguin Marine. Die Beweise zeigten “Erosion und die deutliche Verschlechterung des Zustands der The Word-Inseln” fügte er hinzu.

Alle Inseln sind nach wie vor unbewohnt, bis auf eine, nämlich Grönland. Dabei handelt es sich um die Musteranlage und das Prunkstück, das dem Herrscher von Dubai gehört. Die meisten anderen Pläne sind in Folge der Finanzkrise komplett zum Erliegen gekommen.


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Lesen Sie den ganzen Artikel auf The Telegraph (Englisch). The World Projekt-Website.



Treibhauseffekt – was ist das eigentlich?

Januar 25th, 2011 | Editorial, Umwelt | 6 Comments »

Keeling Curve © Sémhur

Keeling Curve © Sémhur

“Die Diskussion rund um den Klimawandel wird in aufgeheizter Atmosphäre geführt”. Was zunächst als humoristische Aussage daher kommt, macht auch deutlich wie der Treibhauseffekt wirkt. Je mehr Kohlendioxid ausgestossen wird, desto höher die Temperatur. Das gilt für Stammtische genauso, wie für das Weltklima insgesamt.

Dr. Charles Keeling © nature.com

Dr. Charles Keeling © nature.com

Wie funktioniert der Treibhauseffekt aber nun tatsächlich?
Wie so häufig in Wissenschaft, Technik und Entwicklung, ist es dem Forscher Dr. Charles David Keeling mit seinem Lebenswerk zunächst eher zufällig gelungen, den Beweis dafür zu erbringen, dass der durch Menschen verursachte CO²-Ausstoss jährlich ansteigt. Im Rahmen seiner weiteren Forschungsarbeiten konnte er mit der Keeling Kurve nicht nur den unumstößlichen Nachweis erbringen, sondern gleichzeitig auch die fundierteste Untersuchung der CO²-Entwicklung in der Erdatmospähre vorlegen. Der Kohlendioxid-Effekt auf die Erdatmosphäre hat dabei eine ähnliche Wirkungsweise wie ein handelsübliches Gewächshaus/Treibhaus. Wärme wird eingefangen, aber nur teilweise wieder abgegeben, sodass das Gewächshaus ganzjährig betrieben werden kann und die Ernteeintervalle erhöht werden. Die natürliche Zirkulation zwischen Wärme und Kälte wird dazu unterbrochen. Auf die Erdatmosphäre bezogen heisst dies vereinfacht, dass Sonnenwärme die Erde erwärmt, während sich die Kohlendioxid-Schicht gleichzeitig wie eine Art Wärmedämmung auswirkt und das Abstrahlen von Erdwärme ins All vermindert, sodass der natürliche Kühleffekt vermindert wird. Dadurch erhöht sich die Temperatur der Erdatmosphäre kontinuierlich – mit all ihren Folgen. Besonders sichtbar wird dies an den Polkappen. Nicht nur weil die Dauereisflächen kontinuierlich schrumpfen, sondern auch dadurch, dass der natürliche Wämeschutz für die polaren Meere entfällt. Während Eisflächen Sonnenstrahlen reflektieren, speichern eisfreie Flächen Wärme wodurch die Wassertemparatur steigt und die Dauereisflächen noch stärker schrumpfen.

© Group 9 - The World is Flat

© Group 9 - The World is Flat

Das Flat Earth Movement
Nach Keelings Tod im Jahr 2005 sahen die Treibhauseffekt-Gegner und -Leugner ihre Stunde gekommen. Man hätte es kaum vermuten sollen, aber ausgerechnet die Schwer-, Öl-, Gas-, Atom- und Kohleindustrien bedienten sich eines Heeres von nicht-wissenschafltichen Lobbyisten und Wissenschaftlern mit wenigstens zweifelhaftem Ruf, um die angebliche “Lüge des Klimawandels” aufzudecken. Das ist selbstverständlich bis heute nicht gelungen, weil es die unterstellte “Verschwörung” nicht gibt, aber es ist schon bemerkenswert zu sehen, was mit den Profiten aus den genannten Industrien gemacht wird, statt Umwelt- und damit Menschenschutz zu betreiben und gleichzeitig die Abgabepreise auf ein realistisches Niveau zu senken. Es ist allerdings zu beobachten, dass Verbraucher und Endkunden ihre Konsequenzen daraus ziehen.





© Apollo Alliance

© Apollo Alliance

Fazit
Für mich steht fest, dass Dr. Keeling den Weg richtig vorgezeichnet hat. Die von Menschen mitverursachte und dadurch stark beschleunigte Erderwärmung, mit all ihren dramatischen Folgen, ist die grösste Herausforderung, vor der die Menschheit jemals gestanden hat, aber man kann etwas dagegen unternehmen. Jeder für sich und in der Gemeinschaft. Das dem so ist, hat man aber wohl insgeheim auch bei den Flat Earthern erkannt, denn ausser Werbekampagnen, abstrusen Verschwörungstheorien (die dann auch gleich noch eine neue Weltordnung, wahlweise den Weltuntgergang und alles was dazwischen statt finden könnte, beeinhalten) und Millarden-schwerem Sponsoring von Lobbyisten, konnte nicht eine einzige, wissenschaftlich fundierte Untersuchung beigebracht werden, die das Gegenteil beweisen würde. Es bleibt zu wünschen, dass die Konzernleitungen wieder zu dem zurück kommen, was sie tatsächlich – sogar ausschließlich – interessieren, nämlich Profite, um daran anschließend den Endkunden das zu liefern wofür erhöhte Nachfrage besteht: Hoch-energieeffiziente, nachhaltige (CO²-neutrale) Lösungen, von denen es wie Sand am Meer gibt und auf die Serienproduktion warten. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch hier: IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change.

Was kann man unternehmen?
Ich hörte davon, dass es einige Menschen mit “Beten für das Weltklima” probieren. Halten Sie das für das adäquate Mittel? Wie sehen Sie die Entwicklung in dem Bereich insgesamt? Wo setzen Sie ganz persönlich an? Gibt es Initiativen, die Sie unterstützen oder verlassen Sie sich darauf, das es schon irgendwie gut gehen wird und sich die nachfolgenden Generationen sich darum kümmern sollen?

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